Archiv für 'Arbeit'Kategorie

Nach mir … ach, auch egal

9. Dezember 2008

Aus aktuellem Anlass und um mein Gewissen zu beruhigen: Du musst immer mitnehmen was geht. Du kannst das Ende des Engagements sehen? Egal, versuche vorher das Bestmögliche für Dich herauszuschlagen. Das hat natürlich nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Es geht nur um Dich und Deine momentane Situation.

Oder um es anders auszudrücken: Es gibt Bereiche in denen es sich lohnt an die Zukunft zu denken. Natur, Beziehungen. Der eigene Arbeitsplatz gehört nicht dazu. Bist Du nicht selbstständig und hast Dein Glück mehr oder weniger selbst in der Hand, kannst Du nie vorhersagen, wie die ganze Sache in zehn Jahren aussieht. Oder in fünf. Wichtig ist nur, dass die Richtung stimmt und Du möglichst viel herausholen kannst.

Das beweist doch gerade die sogenannte Wirtschaftskrise: Eben noch rostfrei glänzende Branchen (Finanzdienstleistungen, Automobile, Journalismus) gelten als abgeschrieben, veraltet und (in ihren momentanen Zuständen) als wenig zukunftsträchtig. Wer hätte das vor wenigen Jahren gedacht? Dumm, wer sich jetzt ein schlechtes Gewissen einredet, weil er damals Bankkaufmann gelernt, BWL studiert und auf Finanzdienstleistungen spezialisiert hat. Egal, Hauptsache Du hast bis jetzt das beste dabei herausgeholt.

Es wird schon irgendwie weitergehen. Bist Du gut ausgebildet, hast bisher Dein Bestes gegeben und gute Zeugnisse – Du wirst schon irgendwo unterkommen. Und dann gilt es wieder: Hol raus was geht. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Provisionen, Prämien, leg ein bisschen was zurück, den Rest raushauen.

Denn das ist Tatsache: Wir leben nur einmal. Fünf Euro ins Phrasenschwein, Johannes B. Kerner-Gedächtnis-Medaille in Gold, aber es stimmt: Wir leben nur einmal. Oder um es mit Pearl Jam zu sagen:

I know I was born and I know that I’ll die: The in-between is mine.

Und in diesem in-between bist nur Du und die Menschen, die Dir nahe stehen. Sieh zu, dass es Dir und ihnen gut geht. Sie zu, dass Du mit 70 nicht am Hungertuch nagst. Aber kümmere Dich nicht um Entscheidungen in Deiner Firma, die Du für falsch hälst, die sie sogar an die Wand fahren könnte – nimm mit, was geht. Und dann zieh weiter. Es wird schon gehen. Mach Dir nicht zu viele Sorgen. Sonst ist sie gefährdet, die Pychohygiene.

Fragen eines gelangweilten Angestellten

24. Oktober 2008

Sorry, aber es ist Freitag:

Fragen eines gelangweilten Angestellten

Wer programmierte die siebensieglige Datenbank?
In den Büchern stehen die Namen von Software-Millionären.
Haben die Könige die Codezeilen selbst getippt?
Und die mehrfach zu hohen Umsatzziele,
Wer musste die Überstunden machen? In welchen Hochhäusern
Des stahlstrahlenden New York wohnten die Putzfrauen?
Wohin gingen an dem Abend, wo der Jahresabschlüsse fertig waren,
Die Controller? Das große Frankfurt
Ist voll von Banken. Mit wessen Geld
Handelten die Bänker? Hatte das vielbesungene London
Nur Stadtvillen für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Hong Kong
Brüllten noch an dem Handelstag, wo die Aktienkurse ins Meer plumsten,
Die Bankroten nach ihren Hausmädchen.

Der große Ackermann erhöhte die Umsatzrentabilität.
Er allein?
Wiedeking rettete Porsche.
Hatte er nicht wenigstens eine Sekretärin bei sich?
Die Vorstandsvorsitzenden weinten, als ihre Bezüge
Gekürzt wurden. Weinte sonst niemand?
Schaeffler siegte im Continental-Krieg. Wer
Siegte außer ihm?
Jede Seite eine Dividendenausschüttung.
Wer organisiert die After-Work-Party?
Alle zehn Jahre ein Börsencrash.
Wer bezahlt den Rettungsplan?

So viele Geschäftsberichte,

So viele Fragen.

Thx, BB.

Man muss nicht alles wissen…

24. Oktober 2008

…sondern nur, wo es steht.

Ach, sowas liebe ich. Kollege stellt Frage zu einem Programm, ich sei da ja der Experte. Leider habe ich keine Ahnung von seinem Problem. Das lasse ich mir natürlich nicht anmerken. Konsultiere die Hilfe des Programms und kann die Frage in 30 Sekunden lösen.

Meine Kollege hält mich für genial.

Complaining about Kantine

17. Oktober 2008

Ich gehe nicht oft in unserer Kantine essen und ich weiß warum. Dann gehe ich doch mal und der Chefkoch ist im Urlaub. Was ich nicht sehe, sondern schmecke.

Für viele Menschen möglichst günstig zu kochen ist bestimmt nicht einfach und ich bin froh, dass ich es nicht machen muss. Aber es gibt positive Beispiele. Und es gibt dieser verdammt noch mal zäheste Cordon Blue, welches ich jemals aß. Fuck! Das verdirbt einem die gesamte Mittagspause!

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